Das Jugendhilfe Netzwerk kooperiert seit vielen Jahren mit dem Künstler Thomas Rother vom Kunstschacht Zollverein. Thomas Rother führt derzeit eine Aktion zur Überwindung von Grenzen durch. Es ist geplant, dass junge Essener das „Grenzrad“ von Thomas Rother durch die Stadt rollen und so vom für die Überwindung von kulturellen, aber insbesondere zur Überwindung der Armutsgrenze beitragen. In Essen ist Kinderarmut mittlerweile eine Frage des geographischen Wohnsitzes, die Quoten der Kinder, die Hartz 4 beziehen, variieren zwischen 7 % bis hin zu 46 %. In den südlichen Stadtbezirken ist die Hilfedichte gering in nördlichen Stadteilen beziehen z.T. mehr als 44 % der Kinder staatliche Leistungen. Geografisch teilt sich die Stadt in den reichen Süden und den armen Norden. Die Grenzlinie ist die A 40. Diese Grenzlinie soll vom „Grenzrad“ innerstädtisch überrollt werden.
Diese Aktion soll nicht auf die Defizite im Essener Norden hinweisen, sondern auf die erheblichen kulturellen Potenziale, die in diesem Stadteilen stecken! Im Gegensatz z.B. zu Bredeney erbringen Stadtteile wie Essen Katernberg seit vielen Jahren eine besondere Integrationsleistung für die Gesamtstadt.In den nördlichen Stadteilen leben die Kulturen dicht beieinander, hier wohnen die meisten Kinder und viele sozial benachteiligte Familien. Dennoch klappt seit vielen Jahren das friedliche Miteinander der Menschen. Diese enorme, auch kulturelle Leistung, wird häufig nicht gesehen.
stadtentwicklung