Out of competition
ein vom Ziel befreites Sporttheater
Das per definitionem interdisziplinäre Projekt lädt in einer Verknüpfung von darstellender und bildender Kunst alle diejenigen ein, die sich am \"Sport reiben\".
Grundgedanke der Dramaturgie ist es, Sportlerinnen und Sportler - Sinnbilder für Energie, Erfolgsstreben, Mode, Körperlichkeit, Kraft und Wettbewerb - in einen künstlerischen, sozial-kulturelleren und architektonischen Zusammenhang zu stellen.
Beispiele: Mannschaftssportler finden sich als einzelne Individuen herausgenommen aus der Gemeinschaft; Kraftsportler (z.B. Gewichtheber) gehen ihrer außerhalb der dafür definierten Räume (Sporthallen, Trainingscenter etc.) absurd erscheinenden Tätigkeit nach; Läufer eilen ohne Zielrichtung; Ruderer rackern in einem kleinen runden Kühlwasserbecken.
Das Publikum begeht einen \"Sportpark ohne Wettbewerb\", einem Panoptikum der Bewegung und Körperlichkeit. Es muss dabei nicht einem Parcours folgen, sondern kann sein Interesse selbst steuern, die Aktionen, Standstills, Situationen und Bilder in ungewohnter, sport- oder sportartfremder Umgebung auf sich wirken lassen. So reiben sich beide Aspekte - der Sportler und die Architektur- in ungewöhnlichem, verwirrendem Maße.
Hieraus ergeben sich Fragen, die den künstlerischen Prozess bestimmen: Sind Sportler, aus dem Wettbewerb genommen, ins Abseits gestellt? Was erscheint uns ziellos und defunktionalisiert, was gewinnt gerade in seiner “Losgelöstheit” in seiner ästhetischen Dimension, sobald es der “puren” Erscheinungsform der Körperlichkeit und der Ziellosigkeit der Bewegung ausgeliefert ist? Ist es letztlich eine viel grundlegendere Form der Körperästhetik des Sports, der Bewegung die sich hier ergibt?
Was ist Bewegung, da ihr gerade der Energieabbau, das Symbol, “die Aufgabe” also das Ziel abhanden gekommen ist: der Sieg, das Ankommen, der Rekord? Dieser Maßgabe verlustig ist sie somit
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darstellende kunst