Rhein und Ruhr geben der Landschaft, der Region und auch den Menschen Namen: der Ruhrpott, der Niederrheiner, der Rheinländer.
Um Zivilisation verlässlich zu entwickeln wurde der Transfer von Natur zu Kultur generiert, Naturlandschaft wird Kulturlandschaft, und in diesem Transformationsprozess ist auch der Umgang mit dem Wasser einzubetten.
Die Ruhr wird als Transportweg genutzt. Da die Ruhr alleine nicht ausreicht, die Kurven und Radien des Flusses für große Einheiten und Schubverbände nicht schiffbar sind, um den Transportaufwand der Industrieregion zu bewältigen, werden Kanäle gebaut, der Rhein-Herne-Kanal, der Lippe Seitenkanal.
Das Ruhrgebiet, die Ruhrstadt, das Gebiet der Kulturhauptstadt 2010, das Projekt Ruhr.2010, ist ohne eine Thematisierung der Wasserstraßen, zentral: Rhein und Ruhr, nicht darstellbar. Es muss eine dingliche Komponente gefunden werden an der thematisiert werden kann: der geografische- und inhaltliche Zusammenhang von Rhein und Ruhr in seiner Bedeutung für das Gebiet Ruhr.2010 (z.B. Stelen, die technische, historische und geografische Gesichtspunkte nicht nur in Wort und Bild thematisieren, sonder künstlerisch, architektonisch, …).
Bis zum Paradigmenwechsel von der analogen zur digitalen Datenverarbeitung, waren die Pegel für den Nutzer der Wasserstraßen, die Binnenschiffer, von grundlegender Wichtigkeit: mit welcher Last kann ich meine Schiff beladen, welcher Tiefgang ist möglich? Der Rhein hat Pegel mit Pegelgebäuden in Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort, Wesel, Rees und Emmerich. 28 Pegel gibt es an der Ruhr zwischen > Olsberg und Hagen.
Ruhr.2010 wird durch dieses Projekt in eine natürliche Dynamik einbezogen; ein Energiefluss. Natur, Architektur und Technik geben sich die Hand.
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