ruhr.in: Knapper und treffender kann man es nicht ausdrücken, wenn man das beschreiben will, was die Zukunft der Region Ruhr ausmacht. Die größte und "europäischte" Aufgabe wird die Integration der Menschen sein, die mit großen Hoffnungen auf ein besseres Leben zuwandern. So war es immer an der Ruhr und so wird es hier noch lange sein.
Dabei geht es dem Projekt ruhr.in nicht um ein sozialromantisches "Kultur und Wohlstand für alle", sondern um eine überlegte Förderung der Potentiale, die das Gemeinwesen an der Ruhr künftig mittragen sollen. Dies ist der Ansatz für das interkulturelle Projekt ruhr.in.
Im Einzelnen:
Das Ruhrgebiet hat einen sehr hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Mit dem Projekt ruhr.in sollen musisch-künstlerische Ansätze mit interkultureller Orientierung für die Jugendarbeit in der Region Ruhr entwickelt werden.
Kinder und Jugendliche begegnen jugendlichen Künstlern aus Asien, Osteuropa, Afrika und Lateinamerika. Sie lernen dabei, zunächst gemeinsam mit diesen, dann in weiterführenden themenbezogenen Theater-, Musik- und Tanzproduktionen und Workshops zentrale Themen ihres Alltags aufzugreifen (z.B. Integrationsprobleme, Gewalt, schulische, soziale, wirtschaftliche, berufliche Probleme, Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle, mit Vorstellungen von Mann und Frau) und neue Lösungsansätzen dafür zu entwickeln.
Sie präsentieren diese – und sich selbst – in künstlerischer Vermittlungsform einem interessierten Publikum und werden dabei von den Gleichaltrigen als „Künstler/innen“ auf der Bühne in den Workshops wahrgenommen. Sie machen die Erfahrung der Wertschätzung hinsichtlich ihrer neu entwickelten dargebotenen musisch-künstlerischen Fähigkeiten und interkulturellen Kompetenz.
Das Projekt hilft den Kindern und Jugendlichen, Barrieren für eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den Themen und Menschen ihres Umfeldes zu überwinden. Es hilft, eine positive Unterstützung für das Selbstwertgefühl zu erzielen.
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